Länger Freude mit farbenfrohen Schnittblumen
Ob als Geschenk, als Liebesbeweis oder einfach nur als kleine Aufmerksamkeit – es gibt zahlreiche Momente seine Lieben mit Blumen zu überraschen. Freude ist mit diesem Geschenk immer garantiert, jedoch ist dieses Entzücken oftmals nach wenigen Tagen durch welkende Blätter oder hängende Blumenköpfe etwas getrübt. Denn sobald Blumen von der Pflanze abgeschnitten werden und in der Vase enden wird ihnen ihre natürliche Versorgung entzogen, was zu Nährstoffmangel führt und nur noch eine bedingte Photosynthese ermöglicht, so dass sich die Lebensdauer der Schnittblumen im Gegensatz zu Topfpflanzen beträchtlich minimiert.
Doch mit ein paar einfachen, wertvollen Tricks kann man verhindern, dass die schöne Blütenpracht ihre Köpfchen allzu rasch gen Boden hängen lässt und man so den Anblick der farbenfrohen Sträuße bis zu einer Woche genießen kann.
Gleich beim Anschneiden sollte man beachten, dass man die Blumen anschließend umgehend in sauberes Wasser stellt, um einen Lufteintritt in die Leitbahnen der Pflanze zu verhindern. Oft ist dies aber nicht sofort möglich, daher sollte man ehe man die Blume in eine Vase gibt den Stiel nochmals mit einem glatten Messerschnitt nachschneiden. Bei hartstieligen Pflanzen, wie etwa Rosen, Flieder oder Sonnenblumen empfehlen Experten, um eventuell noch vorhandene Restluft in den Leitungsbahnen zu entfernen die Pflanzenstängel kurz unter kochendes Wasser zu halten, ehe man sie ins kalte Wasser gibt. Zusätzlich sollte man die Pflanzenstängel vollständig von Schmutzpartikeln, sowie von Blätter in Vasenhöhe befreien, um eine spätere Fäulnis im Wasser zu verhindern. Neben der Blume selbst sollte auch die Vase gründlich mit heissem Wasser und Spülmittel gereinigt werden, um so Bakterien und Schmutzrückstände zu entfernen.
Beim Einfüllen des Wassers in die Vase sollte man beachten, dass sich die Schnittpflanzen, nicht wie meist fälschlicherweise vermutet bei besonders kaltem Wasser, sondern bei einer durchschnittlichen Temperatur von etwa 35 Grad am wohlsten fühlt.
Ein zusätzliches Energieplus, das nicht nur eine sehr viel längere Lebensdauer der Schnittblumen garantiert, sondern auch die Bildung von Pilzen und Bakterien hemmt sind spezielle Nährlösungen, die mit ins Blumenwasser gegeben werden können. Neben chemischen Zusätzen wird auch Zucker gerne als Nahrung und Energiekick für Blumensträuße verwendet, doch hier gilt das Sprichwort “Weniger ist mehr!”. Eine kleine Prise reicht hier völlig aus, da Zucker in Übermengen leider nur zum Gegenteil führt und das Wachstum von Mikroorganismen fördert, die die Blumen schneller faulen lassen. Eine genau Dosierung kann schlecht vorgegeben werden, da es sich hier um eine Gratwanderung handelt, auf die man besser verzichten sollte. Eher zu empfehlen sind handelsübliche Produkte, die für eine verlässliche Verpflegung der Blütenpracht sorgen.
Auch Haushaltsmittel können das Leben von Schnittblumen verlängern und vor allem die Wasserqualität in der Vase deutlich verbessern. So verhindert zum Beispiel eine Kupferminze im Blumenwasser die Bildung von Fäule oder ein Schuss Essig- oder Zitronensaft unterbindet neben einer Neutralisierung des Kalkgehalts ebenfalls Fäulnisentstehung.
Sowohl direktes Sonnenlicht als auch Zugluft schaden der Lebensdauer von Schnittpflanzen enorm. Man sollte daher sowohl tagsüber, aber besonders auch über Nacht auf einen kühlen Standort achten.
Beim Kauf von Blumensträußen im Winter sollte man bedenken, die Pflanzen nicht zu schnellen Temperaturunterschieden auszusetzen, sondern sie im Laufe einer halben Stunde erst akklimatisieren zu lassen, ehe man die Folie abnimmt und sie in die Vase gibt.
Sind die Blumen schon welk, empfiehlt sich in diesem Notfall ein Wasserbad, bei dem sich Blüten und Blätter eventuell rasch wieder erholen und so weiterhin seinem Besitzer eine farbenfrohe Freude bereiten.
Übersicht beliebter Schnittblumen
Akelei
Bartnelken
Chrysanthemen (Herbstastern)
Gladiolen
Glockenblumen
Iris
Lampionblumen
Levkojen
Lilien
Lisianthus (Eustoma)
Löwenmaul
Lupine
Malven
Osterglocken (Narzissen)
Pfingstrosen
Rittersporn
Sommeraster
Sommer-Azaleen
Sonnenblumen
Spinnenblume
Tulpen
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